BamBams
Tagebuch
In
dieser Woche waren BamBam und ich zweimal im Kindergarten "Kunterbunt".
Zunächst legte ich BamBam in der Mitte des Stuhlkreises
ab und die Kinder wurden gefragt, ob sie sich noch an unseren
Besuch erinnerten, als er noch ein Welpe war. Einige erinnerten
sich - und es fiel ihnen durchaus auf, dass er zwischenzeitlich
ziemlich groß geworden ist ;-)

Jedes
der Kinder durfte ihn dann einmal streicheln, musste vorher
allerdings fragen, ob dies auch erlaubt ist. So sollte vermittelt
werden, dass nicht jeder Hund gerne unangemeldet angefasst werden
möchte. Die Kinder stellten viele Fragen und anschließend
gingen wir raus in den Garten.
Dort
zeigte ich noch ein bisschen Reizangeltraining. Das war natürlich
aufregend, zeigte der kleine Hundemann hier doch mal, wie schnell,
wendig und kräftig er ist. Ich arbeitete mit Stimme und
Pfiff. Kinder sind ja leicht zu beeindrucken ;-) Zum Abschluss
durfte jedes Kind ihm noch ein kleines Leckerlie geben. Wenige
fragten, ob sie denn auch mal die Ohren und die Rute anfassen
dürften. Da BamBam damit grundsätzlich kein Problem
hat, erlaubte ich es. Ich beaufsichtigte die Aktion und natürlich
durfte er nicht unbegrenzt betatscht werden.
Nach
ungefähr 45 Minuten gingen wir wieder nach hause. BamBam
schlief danach erst einmal ein paar Stunden, denn ein solcher
Besuch ist anstrengend für ihn. Aber es profitieren beide
Seiten davon. BamBam lernt, auch eine geballte Ladung Kinder
zu tolerieren und die Kinder lernen bereits den richtigen Umgang
mit dem Hund. Diejenigen, die zu hause nicht die Möglichkeit
haben, mal mit einem Hund Kontakt aufzunehmen, haben so die
Chance, es einfach vollkommen ungezwungen zu versuchen. Ich
bin sehr stolz auf meinen kleinen Hundemann, der diese Situation
wieder cool gemeistert hat.

Da
mein Auto diese Woche für zwei Tage in der Werkstatt stand,
war ich gezwungen, mit dem Bus zu fahren. BamBam sollte mit
und so nutzten wir die Gelegenheit, dies zu trainieren. Ausgerechnet
an diesem Tag wollte noch eine zweite Person mit einem deutlich
kleineren Hund mit dem gleichen Bus mitfahren. Der Busfahrer
lehnte zunächst unseren Transport rundweg ab. "Den
nehme ich mit, aber DEN nicht!" Dabei deutete er zunächst
auf den kleinen Hund und danach auf BamBam. Er fragte nach einem
Beißkorb und als ich sagte, dass der Hund erst zwölf
Monate alt und eigentlich noch ein kleiner Hund sei, ließ
er sich schließlich darauf ein. Das kann allerdings auch
daran gelegen haben, dass BamBam einfach einstieg und dann in
seiner ganzen Pracht neben dem Fahrer stand. Der starb wirklich
tausend Tode. Ich denke, nicht nur Briefträger brauchen
Training im Umgang mit Hunden. Busfahrern würde das auch
nicht schaden. Ich breitete BamBam seine Decke aus, damit er
weiß, wo er sich hinlegen soll und setzte mich daneben.
Zu Beginn hatte er Angst, als der Bus losschaukelte, aber nach
kurzer Zeit entspannte er sich und fraß in Ruhe die mitgebrachten
Leckerlies, wie man auf dem Foto sieht. Beide Hunde verhielten
sich während der Fahrt vorbildlich. Trotzdem sah man dem
Busfahrer seine Erleichterung deutlich an, als wir den Bus verließen
;-)

Den
Besuch im Autohaus hat BamBam verschlafen. Es ist wirklich schön,
einen derart gelassenen Hund zu haben. Wobei man sich nicht
täuschen lassen darf. Natürlich gibt es für ihn
auch immer mal Situationen, auf die er sehr vorsichtig reagiert.
Aber mit der nötigen Ruhe lässt er sich bislang an
alles heranführen - sofern er nicht sowieso von sich aus
darauf zugeht.

Einen
Tag in dieser Woche verbrachte er bei Ally. Wir mussten einen
Termin wahrnehmen, zu dem wir ihn nicht mitnehmen konnten. Wie
man sieht, hatten die beiden Spaß und ließen es
sich richtig gut gehen. Herzlichen Dank an Sonni, die sich um
den kleinen Mann gekümmert hat ("Steffi, geh jetzt,
wir werden es alle überleben!"). ;-)


Mit
Nemo haben wir uns auch mal wieder getroffen. Die beiden verstehen
sich immer noch blendend, wobei Nemo nicht ganz einsieht, warum
BamBam nicht mit dem Kong spielen, sondern ihn viel lieber anrempeln
und mit ihm rennen will.

Als
Abschluss der Woche haben wir an einem zweitägigen Seminar
teilgenommen. Schließlich muss nicht nur der Hund entwickelt
werden, ich muss auch noch jede Menge lernen ;-) Ich hoffe,
dass die anderen Teilnehmer mir noch ein paar Fotos zuschicken.
Die werden dann natürlich nachgereicht.

Freies
Abliegen klappt sehr gut, vor allen Dingen, wenn ich seine Decke
für ihn dabei habe und er ganz genau weiß, wo er
sich hinlegen soll. Wir haben dafür das Kommando "Auf
deinen Platz". Wir werden oft belächelt, wenn wir
die Decke auspacken, aber sobald er dann still auf seinem Platz
liegt, hört das auf.

Die
Mittagspause verbrachten wir mit spazierengehen und ausruhen
im Auto. Hier war es ruhiger und BamBam konnte ein bisschen
entspannen. Da es zwischendurch sehr warm wurde, blieb er natürlich
nicht alleine dort. Ein sich erhitzendes Auto ist für einen
Hund, der sich darin befindet, eine tödliche Gefahr. Leider
nehmen das einige Hundehalter immer noch nicht zur Kenntnis.
In Erfurt bei der Ausstellung mussten auch wieder mehrfach Hundebesitzer
aufgefordert werden, ihre Hunde aus den Autos zu holen. Wirklich
traurig!
Ich
habe zwischenzeitlich ein anderes Auto bekommen. BamBam fährt
auch in dem neuen gerne mit und ist während der Fahrt entspannt.
So kommt er ausgeruht am Ziel an und ist dann voller Tatendrang.