| BamBams
Tagebuch
In
dieser Woche standen mehrere interessante Dinge auf dem Programm.
Ein schöner Spaziergang mit dem großen Muck machte
wie immer viel Spaß.


Das
Bergpark-Fest in Kassel Wilhelmshöhe war mit seinen Wasserspielen
am Abend faszinierend anzusehen. BamBam war natürlich dabei,
interessierte sich aber verständlicherweise für die
an ihm vorbeigetragenen Bratwürstchen mehr als für die
beleuchteten Wasserläufe und die Fontäne am Ende des
Spektakels. ;-)

Ausblick
vom Herkules auf Kassel

BamBam
mit Kaskaden und Herkules im Hintergrund


Schließlich
kam mein persönliches Highlight der Woche: Eine Kanufahrt
auf der Werra! Wir wollten das schon länger mal machen und
nutzten in dieser Woche das schöne Wetter, um die Idee in
die Tat umzusetzen. Ich war gespannt, wie der Hundemann reagieren
würde.
Schon
zu Beginn wurde es kritisch. Die Werra war beim Kanuverleih, dem
Einstieg zur Tour, ca. 3 - 4 Meter tief. Meinen Plan, BamBam notfalls
einfach in das Boot zu heben, konnte ich damit direkt vergessen.
Wie sich herausstellte, brauchte ich mir darüber aber überhaupt
keine Gedanken zu machen. Volker und ich stiegen zu Beginn in
das Boot und fixierten es so gut es ging am Bootssteg. Auf das
bekannte Signal "Einsteigen - ins Auto!" hüpfte
der Hundemann ohne zu zögern in das Kanu. Klasse Hund! Ich
war begeistert. :-)=)

Die
Tour begann dann für mich Anfänger in Sachen Kanufahren
schweißtreibend, weil wir gleich nach ein paar 100 Metern
an einem Wehr das Boot an einen Bootssteg steuern und umtragen
mussten. Der vorgelagerte Versuch, das Kanu an einen Steg zu manövrieren,
scheiterte - wir hatten zuviel Schwung und konnten nicht anhalten,
geschweige denn gegen die Strömung anpaddeln. Na, das konnte
ja heiter werden...
Entsprechend
vorgewarnt fuhren wir an die Muss-Anlegestelle sehr langsam heran.
Dieses Mal klappte alles wunderbar. BamBam war total aus dem Häuschen
und rannte und sprang wie ein Wilder herum. Anschließend
hüpfte er wieder ins Kanu und ließ sich durch die Gegend
fahren.


Nachdem
ich ein bisschen routinierter wurde und merkte, dass nicht jede
Bewegung das Kanu sofort zum Kentern bringt, zogen wir die Rettungswesten
aus und gestatteten BamBam, sich im Kanu zu bewegen. Auch ist
die Werra nicht soooooo dynamisch, dass man permanent von Stromschnellen
geplagt ist. ;-) Bedingt durch das trockene, heiße Wetter
war die Wassertiefe teilweise nur 30 cm.
Bei BamBam haben wir zu Beginn überlegt, ihm eine Rettungswese
anzuziehen, uns letztendlich aber dagegen entschieden. Ich bin
schon einige Male mit ihm geschwommen und weiß, dass er
ein guter, ausdauernder und schneller Schwimmer ist. Ein Vergleich
mit uns ist wie der zwischen einer bleiernden Ente und Michael
Groß in seinen besten Zeiten. Wir haben ihn ohne Bedenken
zwischenzeitlich mal neben dem Kanu schwimmen lassen, damit er
sich bei der Hitze abkühlen konnte, was ihm viel Spaß
gemacht hat. Fotos konnte ich dann allerdings keine knipsen, da
wir ihn dabei im Auge behalten wollten. Auch haben wir ihn nicht
am Ufer entlang laufen lassen, während wir im Boot waren.
Das Ufer war nicht wirklich gut zu begehen und er wollte ohnehin
lieber bei uns sein, als alleine am Ufer herumzurennen.


Die
Nase im Wind - wildsicher muss der Hund bei einer solchen Tour
in jedem Fall sein. Viele Enten und Schwäne waren mit ihren
Küken unterwegs. Einen beherzten Satz des Hundes ins Wasser
kann auch nicht jeder ausgleichen. Und auf ein unfreiwilliges
Bad hatte ich keine Lust. ;-)

Wichtig
ist auch, dass der Hund sich auf das entsprechende Signal hin
zuverlässig hinlegt, ohne dass man selbst nachhelfen muss.
Dies gilt insbesondere, wenn die Unterlage durch das Paddeln nass
geworden ist, was sich nicht verhindern lässt. Auch, wenn
der Fluss ruhig war, gab es zum Beispiel an Wehren, die wir passieren
mussten, bei mir eine gewisse Anspannung und ich wollte den Hund
einfach ruhig liegen sehen. BamBam benahm sich vorbildlich. Ich
bin wirklich stolz auf den Hundemann!


Zwischendurch
machten wir an geeigneten Stellen immer mal wieder Pausen, damit
BamBam sich abkühlen und ein bisschen bewegen konnte. Ganz
besonders klasse fand er eine Sandbank, auf der er nach Herzenslust
mit mir herumtobte. Meine übliche Fotoausrüstung hatte
ich natürlich nicht dabei. Aber die Schnappschüsse vermitteln
euch hoffentlich trotzdem einen guten Eindruck.



Am
Ende der 20 km langen Tour, die um 10.30 Uhr begann und um 15
Uhr zu Ende war, waren alle müde und mit einem Bärenhunger
ausgestattet. Das muss auf alle Fälle nochmal wiederholt
werden!
|